Weihnachtsgeschenke für Vereinsmitglieder

Gerade in Zeiten von Corona kann es hilfreich sein, ein paar andere Wege als üblich zu gehen. In der Weihnachtszeit ist es ein schöner Brauch, sich gegenseitig kleine Geschenke zu machen - denn kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Im normalen Vereinsalltag ist hierfür oft zu wenig Zeit. Es wird sich das ganze Jahr intensiv für die gemeinschaftliche Sache eingesetzt und wertvolle Zeit „geopfert“. Da möchte man sich nicht auch noch mit Weihnachtsgeschenken beschäftigen, zumal dies ja auch privat oft eine stressige Zeit ist. Geschenke sind aber eine willkommene Anerkennung für geleistete Arbeit und in Zeiten von Corona auch ein Zeichen „wir denken“ an Euch. Da viele Präsenzveranstaltungen derzeit nicht stattfinden können, könnte es eine Form sein, um mit den Mitgliedern in Kontakt zu bleiben und sie weiterhin an den Verein zu binden. Es braucht neue Formen des „gemeinschaftlichen Lebens“. Deshalb sollten die Aufmerksamkeiten einen Bezug zum Verein und zu den Mitgliedern aufweisen. Der emotionale Wert erhöht sich wenn man merkt, da hat sich jemand Gedanken gemacht.

Ein paar Vorüberlegungen:

  • Wie viel Budget habe ich für dieses Vorhaben?
  • Für wen soll der Weihnachtsgruß sein, für alle?
  • Welche Geschenke/Aufmerksamkeiten bringen zum Ausdruck, was man den Beschenkten mitteilen möchte?

Je persönlicher, desto besser!

Schenke nicht bloß irgendetwas. Geschenke sollen Freude bereiten.

Einzelne Geschenke für jedes Mitglied sind meist zu teuer und zu aufwendig.

Wichteln ist deshalb immer wieder beliebt. Hier beschenken sich die Mitglieder gegenseitig - indem sie sich einem ihnen durch Zufall zugeteilten „Wichtel“, eine Freude bereiten. Eine Möglichkeit wäre es, diese Idee abzuwandeln und dieses Jahr evtl. digital oder auch wieder per Post kleine Ideen zu entwickeln und dann zu versenden.

Wenn der Aufwand für alle Mitglieder zu hoch wäre, könnte stattdessen den gesamten Verein beschenken werden. Normalerweise wären das dann tolle Gruppenangebote oder Weiterbildungsmöglichkeiten, die das Team und die Gemeinschaft stärken können. Im Frühjahr überlegten sich Vereine kleine Challenges. Vielleicht könnte diese Idee wiederbelebt werden, um damit auch neue Beiträge für die Homepage zu erhalten.

Eine persönliche Weihnachtskarte mit Vereinsfoto, eine Collage aus Bildern oder musikalische Grüße sind immer wieder schöne Erinnerungen.

And last but not least - natürlich Gutscheine!

Buchhalterisch sind die Geschenke im ideellen Bereich, in der Mitgliederpflege, einzuordnen. Für alle Vereine die umsatzsteuerpflichtig sind der Hinweis, kommt bitte nicht auf die Idee die Geschenke irgendwo anders buchen zu wollen, um die Vorsteuer abziehen zu können. Kein Vorsteuerabzug! Nur wer später die überzählig bestellten Artikel dem Merchandise zuführt, kann diesen Anteil dem Vorsteuerabzug unterwerfen. (Hinweis: Splitbuchung!) Natürlich wird dann auch die Umsatzsteuer eines jeden Mützen-, Tassen- oder Was-auch-immer-Verkaufs brav an das Finanzamt abgeführt. Aufpassen mit geldwerten Vorteil bei Gutscheinen.

Auch Kooperationen mit dem Einzelhandel, mit sozialen Einrichtungen etc. sind möglich. Hier bieten sich Gelegenheiten, sich bei dem Beschenken gegenseitig zu unterstützen, z.B. ein Vereinsmitglied näht Mundschutzmasken mit Vereinslogo oder ein langjähriger Sponsor, der nun coronabedingt Unterstützung bedarf, wird durch den Einkauf von Weihnachtsgeschenken unterstützt. Denkt an all die Geschäfte, die euch jahrelang als Sponsoren bei Tombolas und Jubiläen unterstützt haben, das Internet wird diese Unterstützung nicht anbieten. …. Für Ideen gibt es hier viel Raum.

Oder andersherum:

Eventuell lassen sich auch Mitglieder gewinnen, die ihrem Verein in der Weihnachtszeit Spenden zu kommen lassen oder die als Weihnachtsgeschenk einen Gutschein für eine Aktion im Verein kaufen.

Oder Mitglieder verschenken Zeitgutscheine für den Verein. Es gibt eventuell Aufgaben, die kein langjähriges Engagement bedürfen, aber für den Verein gerade in diesem Übergang in eine neue Zeit hilfreich sind Stichwort: Digitalisierung. Hier braucht es neue Ideen und Fähigkeiten. Und gerade digital geht das von zu Hause vom Rechner aus.