Seniorinnen/Senioren digital

Internet- und Techniknutzung im Alter

digital 1 Wir möchten Ihnen in diesem Schreiben aufzeigen, welche Vorteile und Gefahren das Internet und die Techniknutzung haben kann. In der heutigen Zeit, und gerade jetzt in der Corona-Pandemie, überwiegen die Vorteile. Kann man doch Kontakte pflegen, neue aufbauen und sich Wege sparen. Auch zur Informationsgewinnung ist die digitale Welt gut geeignet. Allerdings birgt sie auch Gefahren, gerade für unerfahrene Nutzer.

Lexikon digitaler Begriffe

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Ein paar Beispiele für die Nutzung von PC, Laptop, Tablet oder Smartphone:

  • Kontakte: Der Freundin eine E-Mail schreiben mit dem neuesten Backrezept, den Enkel per Videotelefonie sehen. Oder Text- und Bildnachrichten bekommen.
  • Entlastung: Viele Behördengänge, sowie auch die Kommunikation mit Dienstleistungsunternehmen, können heute ohne viel Lauferei bequem von zu Hause aus erledigt werden.
  • Informationen: Ob Sie die Tageszeitung lesen, schnell den Wetterbericht nachschauen, etwas über eine Suchmaschine (z.B. Google) suchen. Man kann schnell an Informationen kommen und sein Wissen erweitern.
  • Selbständigkeit im Alter: Auch hier kann Ihnen die Technologie helfen. Ein Beispiel: Sie können nicht zum Arzt und er hat keine Zeit für einen Hausbesuch? Hier kann ein Videogespräch Abhilfe schaffen. Aber auch das Bestellen von Lebensmitteln bis an die Haustüre zählt dazu.
  • Mitreden und soziale Teilhabe Immer auf dem Laufenden sein. Mitbekommen was in der (digitalen) Welt passiert, hält ihre gesellschaftliche und soziale Teilhabe aufrecht.
  • Unterhaltung und Zeitvertreib Sie können online Spiele spielen (z.B. Schach) oder sich TV-Sendungen in den Mediatheken anschauen. Auch ihre Lieblingsmusik können Sie legal runterladen.

Dies sind nur ein paar Möglichkeiten der Nutzung.

Was sind die Voraussetzungen für die Nutzung des Internets?

Für die Nutzung brauchen Sie einen Internetanschluss. Diesen bekommen Sie in der Regel bei Ihrem Telefonanbieter. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten. Wenn Sie über Ihr Handy ins Internet möchten, z.B. außer Haus, benötigen Sie ein Datenvolumen. Bei vielen Verträgen ist dies schon enthalten. In beiden Fällen erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Anbieter über die Kosten, da diese unterschiedlich sind. Zusätzlich benötigen Sie noch einen Router, diesen bekommen Sie in der Regel auch über den Anbieter. Und natürlich das internetfähige Endgerät. Grundsätzlich kann zwischen folgenden Geräten unterschieden werden:

Fester PC mit Bildschirm, Tastatur und Maus

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Bildquelle: Privat / B. Scheller-Küster

 

 

Vorteil:

  • gut für Personen, die viel schreiben
  • große Monitore möglich

Nachteil:

  • Anschaffungspreis
  • nicht mobil
  • benötigt Platz
  • evtl. Probleme bei der Bedienung der Maus

Laptop/ Desktop Computer

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Bildquelle: Privat / B. Scheller-Küster

 

 

Vorteil:

  • mobil
  • platzsparender
  • gut zum Schreiben wegen Tastatur

Nachteil:

  • Anschaffungspreis
  • Handhabung Touchpad /Maus
  • Akkulaufzeit lässt mit der Zeit nach

Tablet

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Bildquelle: Privat / B. Scheller-Küster

 

 

Vorteil:

  • leicht
  • mobil
  • es gibt günstige Geräte
  • einfache Handhabung
  • gut, z.B. um eine Zeitung zu lesen
  • kann horizontal und vertikal verwendet werden
  • Touchbedienung
  • es wird keine Maus benötigt
  • es gibt spezielle Senioren-Tablets inklusive Support (Hilfestellung)
  • spezielle Senioren-Oberflächen möglich (übersichtlich und bedienerfreundlich)

 

Nachteil:

  • benötigt WLAN oder einen Mobilvertrag
  • Display sollte nicht unter 10 Zoll sein, da sonst zu klein
  • Akkuleistung lässt mit der Zeit nach
  • Support hat monatliche Kosten

Smartphone

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Bildquelle: Privat / B. Scheller-Küster

 

Vorteil:

 

  • mobil
  • leicht
  • man kann damit telefonieren
  • WLAN fähig

 

Nachteil:

 

  • kleines Display
  • schlecht, wenn man mehr schreiben möchte

Es gibt mittlerweile auch spezielle Laptops und Tablets für Senioren.

digital6Hier ist die Benutzerfläche seniorenfreundlich und man kann gegen extra Kosten eine Telefon-Hotline für Fragen buchen. Auch gibt es Senioren Tablets mit Support (Hilfestellung) zum Mieten. Man kann auch bei normalen Tablets und Smartphones eine seniorenfreundliche Oberfläche einzurichten. Vor dem Kauf sollte man sich Gedanken machen, was man damit machen möchte, um zu wissen, was das Gerät können muss. So sollte zum Bespiel bei Videotelefonie eine hochauflösende Front- und/oder Rückkamera vorhanden sein, bzw. eine separate Kamera beschafft werden.

Weiterhin sollte man sich überlegen, ob für den benötigten Zweck ein teures Gerät angeschaft werden muss, oder ob auch ein gebrauchtes Gerät ausreichen würde. Dann wäre vielleicht auch ein höherwertiges Gerät erschwinglich. Solche Geräte könnten auf Secondhandplattformen erworben werden, die jedoch Garantie-Risiken mit sich bringen können.

 

Quelle:www.media4care.de/senioren-tablet/

Auf was sollte man beim Kauf achten?

  • Größe des Displays, je kleiner die Bilddiagonale desto kleiner die Darstellungen.(PC mind. 22 Zoll Monitor, Laptop/Notebook  mind. 17 Zoll, Tablet mind. 10 Zoll)
  • leichte Bedienbarkeit, am besten vor Kauf testen
  • große Tasten
  • ausreichend Speicherplatz zum Speichern von Bildern, Videos und Daten
  • Schriftart muss vergrößert und das Mikrophon verstärkt werden können
  • leistungsstarker Akku
  • ausreichend Arbeitsspeicher
  • mindestens zwei USB-Anschlüsse (Laptop/PC)
  • wer kann mir das Gerät einrichten, helfen und erklären

Gefahren

Natürlich bestehen bei der Nutzung des Internets Gefahren. Zum einen Gefahren, die von außerhalb kommen, wie zum Beispiel Viren, Trojaner und so weiter. Eine zweite, nicht zu unterschätzende Gefahr kann durch Unachtsamkeit herbeigeführt werden, zum Beispiel durch ein zu schnelles Weiterklicken. Hierzu zählen Abos oder unbeabsichte Weitergabe von persönlichen Daten (Bankdaten, Adresse…). Die erste Gefahr kann reduziert werden in dem das System auf dem aktuellen Stand gehalten wird und durch Nutzung von Antiviren Programmen und einer Firewall. Die Unachtsamkeit kann nur durch das Hinterfragen der Sinnhaftigkeit der angeforderten Informationen (z.B. Bankdaten) vermieden werden. Keine Bank fragt per Email nach Ihren Bankdaten, diese sind „Fishingmails“, die dazu dienen, an Ihre Bankdaten zu kommen. Als Beispiel: Sie würden auf der Straße auch keinem Fremden Ihre Bankdaten oder Adresse geben.

Sollten Sie schon im Internet unterwegs sein, würden wir uns freuen, wenn Sie auf der Internetseite https://kempten-zuhause.de vorbeischauen. Dort sind interssante Themen für Senioren hinterlegt.

Viel Spaß im Internet wünscht Ihnen das Team vom Seniorenpolitischen Gesamtkonzept!

Birgit Scheller Küster
Quartiersarbeit Kempten Nord
Anlaufstelle für ältere Menschen
Telefon: 0831/2525-5580 Telefax: 0831/ 2525-5585
E-Mail: Birgit.Scheller-KüDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: http://www.kempten.de

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

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Quelle: https://www.programm-altersbilder.de/meldungen/detailansicht/news/digitalisierung-kein-problem-karikaturenwettbewerb-zu-alter-und-digitalisierung.html