Seniorinnen/Senioren digital - Teil 3

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Sicherheit im Internet

Sicherheit ist ein großes Thema, wenn man im Internet unterwegs ist. Immer wieder liest man von den verschiedenen Gefahren. Bankdaten werden ausspioniert oder man erhält Rechnungen für Dinge, die man nicht bestellt hat. Aber mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen können Sie das Risiko schon erheblich senken. Nachfolgend möchten wir Ihnen ein paar Regeln für den Umgang mit dem Internet aufzeigen, mit denen Sie Gefahren abwehren können.

 

Geräte auf dem neusten Stand halten

In Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus sind Sie sicher. Doch stellen Sie sich vor, dass die Mauern Risse bekommen. Diese Risse können größer werden, wenn Sie nichts dagegen tun und ein Eindringling hat leichtes Spiel. Genau das kann Ihnen auch bei Ihrem internetfähigen Gerät passieren. Grundsätzlich sind diese Geräte erstmal sicher. Es können aber Risse entstehen und Gefahren hereinkommen. Durch regelmäßiges Aktualisieren der Software (Updaten) werden die Risse geflickt. Wenn möglich, stellen Sie die Programme so ein, dass sie selbst regelmäßige Updates durchführen. Das gilt auch für Apps auf dem Tablet oder Smartphone. Gerade Ihre Sicherheitsprogramme, wie Virenscanner und Firewall, benötigen diese Updates. So können sie Ihr Gerät vor Viren oder Trojaner schützen. Daher bitte immer:

  • Sicherheitsprogramme verwenden  Virenscanner/Firewall.
  • Sicherheitsupdates regelmäßig aktualisieren. 
  • Internetprogramme auf dem neusten Stand halten. 
  • Das Betriebssystem regelmäßig auf Updates überprüfen.

Aktuelle Informationen zum Thema Sicherheit finden Sie auch beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: www.bsi-fuer-buerger.de.

Sicher Einkaufen im Internet

Gerade in der heutigen Zeit wird gerne über das Internet bestellt. Beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen haben Sie das gleiche Recht, wie bei einem Kauf in einem Geschäft. Zum Beispiel ein vierzehntägiges Widerrufsrecht. In dieser Frist können Sie die bestellte Ware zurücksenden und erhalten nach Eingang Ihr Geld zurück. Aber Vorsicht, es können Kosten für das Zurücksenden entstehen. Viele Anbieter, vor allem große Onlinehändler, ermöglichen eine kostenlose Rücksendung. Leider gibt`s im Internet, wie im echten Leben, schwarze Schafe, die Sie mit günstigen Angeboten locken. Sie bezahlen die Ware, aber erhalten sie nie. „Fakeshops“, also gefälschte Geschäfte, locken mit vermeintlich guten Angeboten, die per Vorkasse bezahlt werden müssen. Nach Zahlung hören Sie nie wieder etwas von Ihrer Bestellung.

Ein paar Tipps zum sicheren Onlineeinkauf:

  • Schauen Sie nach dem Ruf, wenn Sie einen Shop nicht kennen. Wie bewerten andere Nutzer den Anbieter?
  • Überprüfen Sie das Impressum. Ist es vollständig? Wo hat das Unternehmen seinen Sitz? Finden Sie das Geschäft, wenn Sie es im Internet suchen („googeln“) 
  • Bei Shops aus Asien oder USA können Zollgebühren hinzukommen und es kann zu Problemen bei der Gewährleistung kommen. 
  • Wie läuft eine Rücksendung der Ware ab? Ist es kostenlos für Sie, die Ware zurückzusenden?
  • Sind die Preisangaben vollständig? Sind Zölle, Einfuhrsteuern und Lieferkosten aufgelistet?
  • Wie kann man den Händler erreichen?
  • Wie sieht es mit der Garantie aus, ist sie angegeben und wie lange?
  • Wie kann man bezahlen? Vorsicht bei Vorauskasse! Ware am besten nur per Rechnung bestellen. Lastschriften können zurückgeholt werden, wenn keine Ware kommt. Kreditkartenzahlungen können storniert werden. Überprüfen Sie regelmäßig Kreditkarteabrechnungen und Kontoauszüge auf ungewollte Abbuchungen.

Kurz zusammengefasst:

  • Wer ist der Anbieter?
  • Welchen Ruf hat der Händler im Netz?
  • Sicheres Zahlungsmittel wählen (Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte)
  • Bestellung vor Abschluss noch mal genau überprüfen.

Soziale Netzwerke/ Kontaktbörsen

  •  Legen Sie sich einen Pseudonym-Namen an, unter dem Sie mit andern schreiben.
  •  Schauen Sie sich die „Privatsphäre-Einstellungen“ an, hier können Sie festlegen, wer Ihr Profil sehen kann.
  •  Lesen Sie die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ und die Bestimmungen zum Datenschutz des Anbieters durch.
  •  Achten Sie darauf, welche Bilder, Texte und Information Sie veröffentlichen.
  •  Seien Sie skeptisch bei Kontaktanfragen von Fremden.

 

Emails

  • Öffnen Sie nicht einfach Emails, von Kontakten, die Ihnen unbekannt sind.
  • Vor allem in Emails befindliche Dateianhänge können gefährlich sein. Schnell habe Sie ein Schadprogramm heruntergeladen.
  • Seien Sie vorsichtig bei Gewinnbenachrichtigungen oder Schlagwörtern wie Mahnung oder Rechnung.

 

Sichere Bankgeschäfte

  •  Speichern Sie Ihren Pin und Ihre TAN (Transaktionsnummern) nicht auf dem Computer.
  •  Lassen Sie sich am besten von Ihrer Bank zum Onlinebanking beraten.
  •  Reagieren Sie auf keine Emails, die Sie dazu auffordern, Ihre Kontodaten anzugeben. Ihre Bank fragt solche Daten nie online ab.
  •  Geben Sie die Internetadresse von Hand ein. Damit sie auch auf die echte(n) Bankwebseite(n) kommen und nicht auf eine Betrugsseite.
  •  Setzen Sie ein Limit für das Onlinebanking.
  •  Lassen Sie Ihren Kontozugang sperren, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

Downloads

  •  Laden Sie nur von bekannten oder vertrauenswürdigen Seiten Programme herunter.
  •  Vorsicht bei Gratis-Programmen (kann Schadprogramme enthalten).
  •  Lesen Sie das Kleingedruckte, damit Sie auf keine Abo hereinfallen und ein kostenpflichtiger Vertrag entsteht.

Allgemeine Tipps

  •  Lassen Sie sich bei den ersten Schritten im Internet begleiten. Informieren Sie sich über Fortbildungsangebote, z.B. durch die Volkshochschule oder im Altstadthaus Kempten Altstadthaus (kempten.de).
  •  Nutzen Sie die IT-Sprechstunden in den Anlaufstellen für ältere Menschen: Anlaufstellen für ältere Menschen (kempten.de)
  •  Lesen Sie das Kleingedruckte immer genau und achten Sie auf Kostenhinweise, damit sie nicht in eine Abo-Falle tappen.
  •  Überprüfen Sie die Angaben des Impressums. Achtung bei Adressen von Postfächern oder Auslandsadressen!

Bei Fragen können Sie sich gerne an Frau Scheller-Küster wenden, die diese Zusammenfassung für Sie erstellt hat:

Stadt Kempten (Allgäu) Quartiersarbeit Kempten Nord
Anlaufstelle für ältere Menschen
Telefon: 0831/2525-5580
Telefax: 0831/ 2525-5585
E-Mail: Birgit.Scheller- KüDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: http://www.kempten.de

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